These 34: Krisen zeigen den Charakter der Regierenden.

Dieser Beitrag ist auch verfügbar in: English (Englisch) Français (Französisch) Italiano (Italienisch) Español (Spanisch)

Erklärung und Begründung

In normalen Zeiten ist es leicht, staatsmännisch zu wirken, Kompromisse zu schließen und demokratische Werte zu betonen.
Doch in der Krise fällt die Maske.
Wenn Macht unter Druck gerät, zeigt sich, welches Menschenbild, welche Haltung und welche Ethik tatsächlich das politische Handeln leiten.

Diese These ist eine Erinnerung:

Nicht die schönen Reden, sondern das Verhalten in der Krise offenbart den wahren Charakter der Regierenden.

Was eine Krise ausmacht

Krisen stellen Gesellschaften vor echte Prüfungen:

  • Unsicherheit
  • Zeitdruck
  • Angst in der Bevölkerung
  • komplexe, dynamische Situationen ohne einfache Lösungen

In solchen Situationen braucht es Besonnenheit, Transparenz, Demut und vor allem: Vertrauen in die Mündigkeit der Bürger.

Was sich in jüngsten Krisen gezeigt hat

  • Viele Regierungen setzten auf Kontrolle statt auf Aufklärung.
  • Sie regierten mit Angst statt mit Vertrauen.
  • Kritiker wurden verleumdet, statt gehört.
  • Parlamentarische Prozesse wurden umgangen, Grundrechte ausgesetzt.
  • Die Bevölkerung wurde in „gute“ und „schlechte“ Bürger aufgeteilt.
  • Verantwortung wurde delegiert – aber nicht übernommen.

Wo Charakter gefordert war, trat oft Machtwille zutage.

Woran man Charakter in der Krise erkennt

  • Wer offen mit Unsicherheit umgeht, statt absolute Wahrheiten zu verkünden.
  • Wer Kritik zulässt, statt sie zu unterdrücken.
  • Wer Verantwortung übernimmt, statt Schuld abzuwälzen.
  • Wer der Bevölkerung zutraut, selbst zu denken, statt sie zu lenken.
  • Wer sich dem Missbrauch von Macht widersetzt – auch wenn es unbequem ist.

Krisen sind nicht der Moment für Selbstinszenierung – sie sind der Prüfstein für Aufrichtigkeit.

Unser Standpunkt

Wir2030 fordert:

  • eine kritische und unabhängige Untersuchung des Verhaltens der Regierenden in Krisenzeiten
  • die Einführung von verbindlichen Ethikregeln für Regierungshandeln in Notlagen
  • eine politische Kultur, in der Charakter, Gewissen und Demut mehr zählen als Machttechniken und Krisenrhetorik

Denn:

Krisen zeigen den Charakter der Regierenden.
Und wer in der Krise Freiheit, Wahrheit und Menschlichkeit preisgibt, zeigt, wem er wirklich dient.


Entdecke mehr von Wir2030

Abonnieren Sie, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

Kommentare

  1. Avatar von Susanne Hartwig

    Ja, Krisen bringen den Charakter des Menschen zum Vorschein, nicht nur den der Politiker. Bei ihnen sind nur die Auswirkungen stärker. Macht verführt schwache/unreife Persönlichkeiten zum Missbrauch, sei es in Familien oder auf der politischen Ebene.
    Sehr gute Beschreibung und Lösungsansätze im Artikel.

  2. Avatar von R.

    Für bevorstehende Krisen verlange ich von Regierenden eine Werteaufstellung, die mit Bedacht und Demut ausgearbeitet wurde.
    In einer Krise möchte ich beruhigt werden und Zuversicht ausgestrahlt bekommen, aber bei alldem, will ich ein Individuum bleiben und für mich und meine Lieben eigenmächtig entscheiden.

  3. Avatar von Stinehoreburg

    Was ist denn eigentlich eine Krise oder wird als solche bezeichnet?
    Wenn ich mir mit einem Hammer immer wieder auf den Daumen schlage, bekomme ich auch eine Krise, oder?
    Wenn eine Regierung also eine Krise herbeiführt, was ist dann? Diese Marionetten werden den Zustand nicht beenden, sondern ihn weiterführen und allen Angst machen. Schuld war immer jemand anderes.
    Für mich ist es eine Krise, wenn nicht „Menschengemachte“ Ereignisse eintreten. Die aber zu unterscheiden wird langsam mühsam. Hamburger Flut 1962 und Schmidt tat alles für die Menschen.

    Die Natur hilft sich selber, die Krisen haben nur die Menschen. Was könnte den Menschen helfen?

  4. Avatar von Henning von Stosch

    Der Charakter der Regierenden darf nicht erst angeschaut werden, wenn die die Kontrolle über die Schalthebel der Macht errungen haben!
    Schaut Euch die Kinder im Alter ab vier Jahre an. Dann können die sich noch nicht verstellen!
    Das Ergebnis muß festgehalten werden!
    Schaut hier rein und sucht nach dem Wort „verstellen“: https://sonnenspiegel.eu/politik/offener-brief93.html .
    Dort:
    • Für alle Menschen muß ab dem Alter von vier Jahren festgelegt werden, ob es sich in Wirklichkeit um HORMONTIERE handelt!
    • In dem Alter können die sich noch nicht verstellen! (Zitat Ende)

    Wenn ein „kleiner Junge“ mit mir Hackordnungskämpfe ausfechten will, dann empfinde ich das als krank. Ich habe mich geweigert das zu tun, weil es keine Heldentat ist, solch ein kleines Kind ko zu schlagen! Dieser Junge entwickelte sich hochgradig problematisch. Was aus dem geworden ist, ist mir nicht bekannt!

    Wir müssen also nur wissen, wie sich Menschen im Kinderalter entwickelt haben. Charakterstarke Menschen müssen dann gezeigt bekommen wie die sich gegen Menschen durchsetzen können, die erstens keine Hemmungen haben und zweitens körperlich sehr viel stärker sind! Gelingt uns das, ist das Problem gelöst!

Kommentar verfassen

Entdecke mehr von Wir2030

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen

Entdecke mehr von Wir2030

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen